Honig ein Tierprodukt?
Etwas überrascht war ich doch, als mein Bioladenfachverkäufer mir erzählte, daß er als Veganer keinen Honig isst….
Da musste ich doch erst einmal Nachdenken!?
Nehme ich den Bienen ihre Nahrungsgrundlage weg?
Töte ich bei der Honigernte Bienen?
Nun: Honig ist nicht direkt ein Produkt nur aus Pflanzen. Es wird erst durch die Bienen zu dem, was wir Honig nennen. Durch die Bienen wird der Honig angereichert mit körpereigenen Stoffen. Dadurch tritt eine Veränderung des Ausgangsstoffs (Nektarsäfte oder andere, an lebenden Pflanzenteilen vorkommende süße Säfte) ein. Durch Reifung in den Waben wird dann das daraus, was wir Honig nennen. Neben dem Wasseranteil ca. 20% sind 70% Kohlehydrate (Fructose + Glucose +Saccharose + Maltose + kleine Mengen Melizitose)
Des weiteren die wichtigen Aminosäuren (7-16) Glycocoll, Alanin, Prolin, Phenylalanin, Glutaminsäure, Asparagin, Histidin und natürlich Enzyme, wie Saccharase (hilft bei der Spaltung von Saccharose in Glucose und Fruktose) Amylase (Spaltung von Stärke und Dextrinen) um nur die allgemein bekannten zu benennen. Die Enzyme sind ausgesprochen licht- und wärmeempfindlich. Außerdem organisch Säuren (Gluconsäure)
Also durch die Veredlung doch ein Tierprodukt; speziell erzeugt für die Verfütterung an junge heranwachsende Bienen und natürlich Drohnen?
Für die Fütterung von Bienenmaden und Königin durch die Bienen wird nämlich noch Eiweiß in Form von Blütenpollen benötigt. Und der ist im Honig zwar auch enthalten – aber eben nur in äußerst geringen Mengen.
Durch die Pollenanalyse ist übrigens eine Herkunftsbestimmung des Honigs möglich!
Und bei der Honigernte werden Bienen getötet?
Ja, sicher: die wollen ihre Vorräte verteidigen! Und dabei benutzen einige ihre Stachel. Z.B. um sich früher vor wilden Bären und heute vor Mäusen zu verteidigen. Da der Stachel aus der Biene gerissen wird, kommt das Insekt dabei um.

Cremiger Rapshonig
Edelkastanienhonig
Waldhonig aus dem Sauerland










